Wenn "Streusalz in aller Munde" ist und "Hubschrauberflüge des Kanzlers unter Beschuss" stehen, dann ist das eher unfreiwillig komisch. Im Kopfkino des Lesers entstehen schiefe Bilder. Doch solche sprachlichen Missgriffe sind gar nicht so selten und häufig in Zeitungen, Zeitschriften oder auch in der Werbung zu finden. Wie man diese Bildfehler umgeht, zeigt das So-geht’s-Buch "Lexikon der Wortwelten" aus dem SGV Verlag. Erschienen im Februar 2008 geht das Lexikon nun im September bereits in die 2. Auflage.
Vorsicht bei der Überschrift: "So werden viele gute Dinge diskreditiert: nur durch die Überschrift." Das hat bereits Kurt Tucholsky 1914 gewusst. Und auch heute können Überschriften kurios und peinlich sein, wenn Wortwelten nicht stimmig sind. "Der Rasen ist nicht das Grüne vom Ei" (Westfahlenpost), "Alten Öltanks geht es an den Kragen" (hr-online.de), "Sägewerk teilt Gemeinderat" (Pforzheimer Zeitung) oder "Tunnel bohren Loch in die Kasse" (Deutsche Verkehrs-Zeitung) gehören wohl zu den sprachlichen Ausrutschern des Verfassers. Wie sollen da der nachfolgende Text und das Thema ernst genommen werden? Das Lexikon liefert hier thematisch gegliederte Sprachbilder: Damit Schreibprofis ganz einfach im "Bild bleiben".
Die große, weite Wortwelt – kann schnell auch unübersichtlich werden. Vorsicht ist deshalb geboten, wenn man in einer Wortwelt bleibt. Die Meldung der französischen Presseagentur AFP "Paviane und Tauben haben Elefantengedächtnis" klingt genauso komisch wie "wenn Sie am Fuß des Berges den Kopf der Expedition treffen". Darüber hinaus sollten Wortwelten nicht gemischt werden. Das Durcheinander verwirrt den Leser. Ganz besonders gilt das, wenn unterschiedliche Wortwelten in einem Satz auftauchen.
Ein Buch, das hilft: Das "Lexikon der Wortwelten" aus dem SGV Verlag bietet viele Tipps rund um die richtige Verwendung der Bildsprache. Insgesamt finden sich 14 Wortwelten und eine Flut von bildhaften Ausdrücken für Vielschreiber, Redner, Werbetexter, Autoren, Journalisten oder sprachbegeisterte Leser und Schreiber: Damit lassen sich passende Metaphern finden, Produkte, Dienstleistungen oder Ereignisse schnell begreifbar machen und Schreibblockaden überwinden. Ein Must-have, "unentbehrliches Werkzeug" und eine ganz und gar praktische Lektüre für den Textalltag.
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