Werbetexte schreiben: So verfassen Sie Texte, die verkaufen

Neuartig. Einzigartig. Großartig. Werbetexte sind Aushängeschild und Reklame zugleich. Sie gehen massenweise hausieren. In Ihrem Sinne. Gute Vertreter sorgen für Umsatz, schlechte für negative Reputation. Aber wie schreibt man einen Werbetext? Das Texterseminar der Textakademie zeigt es.

Werbetexte schreiben: Das sollten Sie wissen

  • Besser als langer Fließtext sind Texte mit Absätzen und nicht zu langem Zeilenfluss.
  • Absatzlänge: Optimal sind 3-5 Zeilen pro Absatz. Unstrukturierte Texte strengen an und machen wenig Lust aufs Lesen.
  • Trimmen Sie den Text auf durchschnittlich 14 Wörter pro Satz.
  • Kurze Wörter bringen Tempo in den Text und transportieren die Aussage schneller als langsilbige Wortungetüme.
  • Fachbegriffe und Fremdwörter: Nur so viele wie notwendig und es auch sicher ist, dass Ihre Zielgruppe diese mühelos versteht!
  • Globige Substantive in Verben umwandeln, da sie die Handlung tragen und das Geschehen verbildlichen. 
  • Anstatt möglichst häufig egozentrisch per „wir“, „ich“, „uns“ oder „man“ zu schreiben, heißt es im Verkaufstext deutlich öfter „Sie“, „Ihr“, „Ihre“, „Ihnen“.  So sprechen Sie den Leser direkt an.
  • Aus „nicht schwer“ wird „leicht“, aus „problemlos“ „einfach“. Sorgen Sie für den richtigen Ausdruck und bauen Sie keine Stolperfallen in den Text ein.


Wirksame Werbetexte schreiben

Täglich millionenfach in Umlauf: E-Mails, Werbebriefe, Texte für Print und Online. Wenn sie gut sind, begeistern, bewegen und führen sie Menschen gekonnt zur gewünschten Reaktion. Doch was ist die Zauberformel für richtig gute Werbetexte? Nur wer seine Informationen gekonnt auf den Punkt bringt, wird wahrgenommen und gelesen. Klare und verständliche Informationen landen schneller als alles Abstrakte.

Die Art und Weise, wie etwas gesagt bzw. geschrieben wird, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg von Texten. Ganz egal, über welches Medium Sie kommunizieren: Sie müssen klar und verständlich formulieren. Nur wer seine Informationen auf das Wesentliche reduziert, wird vom Leser wahrgenommen. Deshalb ist es entscheidend, dass Ihr Text den Leser knapp und präzise führt.

Gute Werbetexte locken Leser

So wie ein guter Verkäufer muss Ihr Werbetext klare Argumente liefern, wieso er lesenswert ist. Bleibt der Text unklar, „stottert“ er wie ein schlechter Verkäufer: Dann wird er weder verstanden, noch ernst genommen. Fatal! Denn während ein Verkäufer nur wenige Kontakte pro Tag hat, erreichen Botschaften per Brief, E-Mail, Newsletter, Homepage, Twitter oder Facebook viele tausend Personen gleichzeitig. Hier wie im persönlichen Gespräch einzugreifen oder zu entkräften: Unmöglich! Deshalb ist es wichtig, dass alles, was Sie schreiben, verstanden wird und den Leser begeistert.

Werbetexte sprechen Klartext

Botschaften müssen auf Anhieb vermitteln, worum es geht. Der Leser muss schnell verstehen! Denn: Niemand stöbert gerne lange nach Textaussagen, niemand löst gerne ungewollte und nicht angeforderte Texträtsel auf.

Gelungene Werbetexte ...

➭ zeigen auf den ersten Blick, worum es geht.

➭ führen das Auge zielgerichtet durch den Text.

betonen Wichtiges mit Hervorhebungen.

➭ nutzen Signalwörter, vertraute Wörter und zielgruppen-gerechte Sprache,
       um die Aufmerksamkeit schlagartig nach oben zu fahren.

➭ sind übersichtlich und vermitteln Klarheit.

➭ sind in leicht verdauliche Häppchen unterteilt und vermitteln Leichtigkeit.

zeigen Vorteile.

➭ sind präzise, klar, knapp und verständlich.

➭ sprechen den Leserdirekt an und sind einfach und schnell auszuwerten.

Wie schreibt man einen Werbetext?

Der Werbeleser will die Informationen schnell, knapp und präzise auf den Punkt. Und das hat Konsequenzen für den Textaufbau:

Das Wichtigste wird immer zuerst gesagt!

Kleine Texthäppchen „schmecken“ uns besser als lange Textpassagen. 

Struktur pur kommt mit den Absätzen

Hervorhebungen übermitteln das Wesentliche. 

Bilder und Symbole sind schneller als Text. Also setzen wir sie bewusst ein und schaffen damit Ankerpunkte fürs Auge.

Schnell-Einstiege: Wir reichen dem Leser an vielen Stellen die Hand und ziehen ihn sanft und behutsam in den Text hinein. Durch visuelle Reize, bekannte Aussagen, zielgruppenorientierte Ansprache, prägnante Botschaften oder Ausrufe, die Neugier und Interesse hervorrufen

Welche Information wir bewusst wahrnehmen, hängt ...

➭ ... vom Interesse des Lesers ab, was er bewusst lesen und konsumieren möchte. 

➭ ... vom Versender ab. Denn er kann in Gestaltung, Aufmachung und Text darüber entscheiden,     was der Leser aufnimmt.

Sie haben es in der Hand, wie Sie gelesen werden. Begeistern Sie Ihre Leser mit jedem Wort und machen Sie Ihre Texte zu beliebtem Lesestoff.