Ihr Textertipp: Newsletter texten

Newsletter sind ein wichtiges Instrument, um auf Produkte und Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Meist kommen sie mit interessantem Zusatznutzen daher und versprechen hohes Leseinteresse. Wenn Sie ein paar Regeln beachten. Welche das sind? Ihr Textertipp weiß es.

Das Wichtigste zu Newsletter texten:

  • Das Wichtigste steht immer zuerst
  • Verzichten Sie auf überflüssige Botschaften
  • Wählen Sie einen eindeutigen Betreff 
  • Nutzen Sie einen Pre-Header


Was nehmen wir zuerst wahr?

Absender und Betreff. Das ist gleichzeitig Selektionskriterium Nummer 1 bei der Frage „lesen“ oder „löschen“. Hier tun Newsletter-Versender alles dafür, um mit dieser Zeile die Lesegunst des Empfängers zu werben. Sie muss das Interesse schüren und sich von der täglichen E-Mail-Flut absetzen. Wie das gelingt?

Sorgen Sie für Durchgängigkeit

Im Betreff steht immer zu Beginn der konkrete Anlass. „Newsletter“, „Texter-Update“ oder eben „Textertipp: Wie Sie Newsletter texten“. Wichtig: Entscheiden Sie sich für einen (zusammenhängenden) Begriff und variieren Sie nicht Monat für Monat. Auch wichtig: Beweisen Sie Ihren Abonnenten immer wieder aufs Neue, dass hier echter Inhalt wartet. Denn dann sorgt auch die Absender-Adresse bei den Empfängern für Leselust. Und wird mit einer gelungenen Betreffzeile weiter verstärkt.

Halten Sie sich kurz

1. Das Wichtigste steht immer zuerst! Je nach individueller Einstellung bei Outlook und Co. wie auch bei den meisten Freemailern werden zu lange Betreffzeilen im Vorschau-Fenster gekappt. Schade, wenn erst am Schluss steht, worum es geht. Diese Botschaft kommt nicht mehr an. Reduzieren Sie also sinngemäß ganze Aussagen à la „Termine in Hamburg und Österreich, Umfrageergebnisse der letzten Konsumentenerhebung und wie Werbung wirkt“. Oder stellen Sie um: Die konkrete und fesselnde Aussage kommt zu Beginn: „Wie Werbung wirkt“.

2. Verzichten Sie auf überflüssige Botschaften. Einige Versender schreiben in den Betreff das Erscheinungsdatum – oder nummerieren fortlaufend ihre Aussendungen. Toll als Ordnungs-Kriterium, kostet aber unterm Strich wertvolle Zeichen. Wo werden bei „Newsletter Nr. 104 von Juli 2013“ Lesemotive geschürt, wo gelockt, wie der Empfänger in den Text gezogen? Schade, wenn es bei dieser Aussage bleibt.

Ergänzt die Betreffzeile: der Pre-Header

Ein Pre-Header wird in den meisten E-Mail-Clients unterhalb der Betreffzeile angezeigt. Hier erscheint die erste auswertbare Textzeile der E-Mail. Und oft lautet diese: "Für eine optimale Darstellung der Inhalte nutzen Sie die Webversion". Eine Zeile, die der Usability hilft, nicht aber dem Lesereiz.


Häufig wird diese Zeile als wertvolle Information verschenkt. Denn sie verstärkt den Betreff und sorgt für zusätzliches Interesse.

Besser: In einem Pre-Header steckt ein Vorteil.

  • Ihr Newsletter für verständliche Texte
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  • Versand gratis


Macht den Newsletter persönlich: das Editorial

Sinn und Zweck der einleitenden Zeilen: zwischen Versender und Empfänger einen Dialog aufzubauen. Das gelingt schon mit der korrekten Anrede: „Sehr geehrter Herr Muster“ oder noch persönlicher, aber auch direkter mit „Liebe Frau Muster“. Das Editorial bereitet auf das Folgende vor, setzt es in Szene, gewichtet die Inhalte und betont Besonderheiten. Mit aktiven, freundlichen und kurzen Worten. Bleiben Sie nah am Thema, schweifen Sie nicht ab.

Erzählen Sie, worauf sich Empfänger mit dieser Ausgabe freuen dürfen. Orientieren Sie sich dabei am persönlichen Gespräch und nicht an einem korrespondenzlastigen Ausdruck. Es gilt dabei:

  • Nicht überziehen: Ist das Editorial plötzlich der größte Textblock, stimmt das Gleichgewicht nicht mehr. Denn Ziel ist, den Empfänger auf Website, Landeseiten oder Microsites weiterzuleiten. Um hier Aktionen auszulösen: Dort soll er bestellen, weitere Informationen anfordern oder sich näher mit Ihrem Angebot beschäftigen. Ca. 1/5 Ihres Newsletters darf das Editorial einnehmen, nicht mehr.


  • Die Unterschrift: Wer ein persönliches Gespräch führt, sollte es auch persönlich beenden. Bestes Zeichen dazu: die eigene Unterschrift.


Sortieren Sie richtig

Das Wichtigste sagen Sie immer zuerst. Alles Weitere folgt nachgeordnet bzw. wird mit Klick auf einer Landeseite sichtbar. Für die Erzählstruktur heißt das: Wenig – Mehr – Viel. Überfrachten Sie den Empfänger im ersten Augenblick nicht mit zu viel Detailwissen. Das holt er sich bei Interesse. Drehen Sie das Kommunikationsmodell nicht um. Führen Sie mit knappen Aussagen in die Tiefe. 

Ihre Checkliste für den Newsletter-Inhalt

✔ Halten Sie sich an die bekannten Gestaltungsregeln: Klarheit pur kommt mit Absätzen und Hervorhebungen in den Text.

✔ Weil wir online langsamer lesen, sind auch die Sätze kürzer wie in gedruckten Texten. Halten Sie sich online im Schnitt an 9 Wörter pro Satz.

✔ Ca. 3-5 Inhaltspunkte (inkl. Editorial). Nicht mehr!

✔ Streuen Sie Ihre Informationen, wo es nur geht! Ganz konkret auch in Buttons. Wer sie mit „Mehr“ betextet, vergibt eine Chance. Auch der Button gehört zum Text. Deshalb trägt er wenigstens das Thema „Ihr Textertipp“ – oder bietet eine kleine, thematische Vorschau: „Bei Klick: 25 % sparen“.

Der richtige Inhaltsmix

Was erwartet der Kunde von einem Newsletter?

  • 45 % freuen sich auf Rabatte oder Sonderangebote. Wichtig: Der Rabatt zieht nur dann, wenn das Produkt der Zielgruppe bereits bekannt ist und konkreter Bedarf herrscht. Ist das nicht so, geht dem Rabatt-Versprechen immer eine Produkt-Erklärung inklusive Vorteilen voraus.  
  • 40 % wünschen sich regelmäßige Updates über Entwicklungen innerhalb der Firma oder Organisation.
  • 29 % möchten über neue Produkte informiert werden.
  • 28 % versprechen sich als Newsletter-Abonnent Geschenke oder den Zugang zu exklusiven Inhalten.

Heißt also konkret: Neben hochwertigem Content gehören unbedingt auch Sonderaktionen und exklusive Neuigkeiten zum Inhaltsmix für die meisten Abonnenten mit dazu. (Umfrage von Statista im Juni 2012 unter 1.300 Online-Konsumenten über 18 Jahren).

Kurzum – auf den Punkt gebracht

Das Stichwort schnelle Erfassbarkeit wird immer wichtiger. Und deshalb fassen einige Online-Magazine (darunter auch Tageszeitungen) Artikel per Bullet-Point-Übersicht zusammen. Nicht am Textende, sondern gleich unter der Überschrift. Das hilft, die wesentlichen Merkmale bzw. Inhalte gleich präsent zu haben. Und bei Interesse (oder wenn man mehr wissen möchte) steigt man in den Text ein.

Noch mehr zum Thema einfache, schnell erfassbare und leicht verständliche Texte gibt’s im Texterseminar. Zum Beispiel am 15. + 16.05. in Stuttgart.

Aus dem Seminar: 6 Methoden für Ihren Text

Texten ist kein Hexenwerk, sondern Handwerk. Und erlernbar. Jede(r) kann es. Auch wir haben uns gefragt: Wie ist Texter-Wissen vermittelbar? In 2 Tagen? Damit unabhängig der Vorkenntnis nach dem Texterseminar klare, präzise und verständliche Texte entstehen. Die Antwort: Eine Methodik, welche die typischen Anforderungen an Texter beachtet. In einem modularen Baukasten-System.
Hier sind die 6 Methoden der Textakademie

 

Hinweis in eigener Sache
Der Textertipp richtet sich an Texter und Texterinnen gleichermaßen. Und an solche, die es werden wollen. Keinesfalls möchten wir mit der Vereinfachung Personen ausschließen; schon gar nicht schreibbegeisterte Leserinnen. Deshalb unser Hinweis: Der Textertipp richtet sich an Personen allerlei Geschlechts.