Ihr Kreativtipp: Wie mit Mind-Mapping Präsentationen planen

Wer kennt das nicht: Wie die vielen Ideen zu Papier, besser gesagt, auf Folien zu bringen? Wie strukturieren? Oder wie überhaupt anfangen? Damit der rote Faden nicht nur für den Vortragenden, sondern auch für sein Publikum erkennbar ist, hilft Mind-Mapping bereits in der Konzeptions-Phase.

Mind-Mapping als cleveres Planungs-Tool

In Fachliteratur und Praxis wird Mind-Mapping oft als Ideenfindungs-Instrument vorgestellt. Doch es kann viel mehr. Es hilft, auch komplexe Projekte zu ordnen oder den Weg dorthin zu ebnen. Als Erstes gehört das Thema der Präsentation, aber zumindest der Anlass, in die Blattmitte. Dort herum ergeben sich dann mittels mehrerer abgehender Äste weitere Verzweigungen. So entsteht eine Ideenlandkarte, die in der Konzeption Themenpunkte abbildet und später beim Vortrag hilft, sich daran entlangzuhangeln. Wichtig: In der Blattmitte steht das Präsentations-Thema möglichst kurz und prägnant. Denn Mind-Mapping funktioniert über Stichwörter.

Falls Sie schon ausführliche Gedanken zu einem oder mehreren Themenpunkten haben, nutzen Sie die Kommmentarfunktion, die Ihnen beinahe jede Mind-Mapping-Software bietet (auch die lizenzfreien). Hier ist dann Platz für Ihre Anmerkungen und Ausführungen, die jedoch nur in der Entstehungsphase mit einbezogen werden. Zu viele Hinweise oder gar ausformulierte Punkte erschweren die Orientierung. Nur so wird eine Mind-Map zu einem übersichtlichen Themenfahrplan.

Mind-Mapping: Ein Blick hinter das Erfolgsgeheimnis

Der Clou am Mind-Mapping ist, dass die Technik genau die Arbeitsweise Ihres Gehirns widerspiegelt. Sie entlocken Ihrem Gehirn dadurch viel mehr Gedanken und Assoziationen. Und das in wesentlich kürzerer Zeit.

Das funktioniert so: Ihr Gehirn hat eine Vielzahl von Informationen gespeichert. Einige bewusst und schnell abrufbar, andere sind in unteren Gedächtnisschichten regelrecht „vergraben“. Ohne das passende „Werkzeug“ kommen Sie an diese Informationen oft nur schwer heran. Mit dem Mind-Mapping erfragen Sie sich aber gezielt die Informationen, die auch weiter „unten“ gespeichert sind.

Das Grundprinzip – so geht´s

Beim Mind-Mapping teilen Sie Ihr Hauptthema in kleinere Unterthemen und schreiben alles auf, was Ihnen zu jedem Punkt einfällt. Ihr Gehirn fragt nicht mehr nur das Oberthema ab, sondern jeder Begriff ist wieder eine erneute Abfrage. So haben Sie in kürzester Zeit ein Blatt voller Ideen und Verzweigungen erarbeitet.

Stellen Sie sich Ihr Mind-Mapping als Baum vor. Ihr Hauptthema steht in der Mitte eines großen Blattes. Das ist der Stamm. Jedes weitere Unterthema wird nun als „Ast“ angefügt. Halten Sie alles fest, was Ihnen einfällt. Verwenden Sie jedoch nur Schlagworte, keine ganzen Sätze.

Ihre Mind-Map verzweigt immer weiter. Sie wirkt in der Draufsicht schließlich wie ein Blick auf einen Baum von oben. Fragen Sie Ihr Gehirn zu jedem Begriff immer weiter ab: „Was fällt mir dazu noch ein?“ Sie werden feststellen, dass Sie in kürzester Zeit eine Fülle an Assoziationen und Ideen gesammelt haben. Ihre Mind-Map ermöglicht es Ihnen, nicht nur alle Aspekte eines Projekts zusammen zu tragen, sondern sich auch einen Gesamt-Überblick zu verschaffen. So erfassen Sie auch komplexe Projekte auf einen Blick.

Der Profi-Tipp: Benutzen Sie viele Farben, Bilder und Symbole. So aktivieren Sie das gesamte Potenzial Ihres Gehirns und schöpfen Ihre Leistungsfähigkeit voll aus. Markieren Sie die wichtigsten Punkte mit einem Textmarker und notieren Sie Zahlen, je nach Dringlichkeit der Aufgabenfelder, dahinter. So fügen Sie Prioritätsstufen in Ihre Mind-Map ein, die Ihnen auf den ersten Blick zeigen, welche Dinge Sie zuerst angehen müssen.

Zusammenfassung: Die 5 wichtigsten Tipps für Ihr Mind-Map

1. Schreiben Sie Ihr Thema in die Mitte eines großes Blattes

2. Notieren Sie alle Schlüsselwörter, die Ihnen einfallen

3. Schreiben Sie jedes Schlüsselwort auf eine Linie

4. Platzieren Sie nur ein Schlüsselwort pro Linie

5. Zeichnen Sie die Linien waagerecht, nicht sternförmig

Die Vorteile des Mind-Mapping

  • In kürzester Zeit erarbeiten Sie viele Ideen
  • Beide Gehirnhälften sind aktiv
  • Auch untere Gedächtnisschichten werden abgefragt
  • Sie entdecken viele Ideen und Assoziationen
  • Sie bringen Konzepte schnell und übersichtlich zu Papier
  • Sie setzen Ihr Potential effizient ein

Aber: Mind-Mapping ist nicht alles!

Üben Sie die Präsentation mindestens zwei- bis dreimal anhand Ihres Mind-Map. Schaffen Sie ein möglichst „echtes“ Szenario: Sprechen Sie die Folien so durch, wie Sie es auch für den Vortrag planen. Verzichten Sie darauf, die Folien nur kurz anzureißen und auf die nächste zu wechseln.

Es würde den gewünschten Übungseffekt zunichte machen und nur oberflächliche Sicherheit vorgaukeln. Die wahren Hürden oder Schwächen in der Präsentation kommen erst durch Übung und einigen Durchläufen an die Oberfläche. Und dann schadet es nicht, auch vor Publikum zu testen. Es muss nicht gleich die ganze Abteilung sein. Es reicht eine kleine Auswahl, um den Redefluss zu stärken, aber auch um ehrliches Feedback zu erbitten und zu bekommen. Und das nicht unbedingt einen Tag vor der Präsentation, sondern mit zeitlichem Puffer zu Überarbeitungen und Verbesserungen.

Ein Wort zum Schluss

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