Ihr Kreativtipp: Wie Sie Sommertiefs und Ideenkiller überwinden

Ebbe im Kopf? Ideen adé? Denkblockaden suchen uns immer wieder heim und kommen zu unpassenden Momenten. Weil sie aber ein wiederkehrendes Muster haben, kann man gegen sie ankommen. Wie genau? Das sagt der Kreativtipp.

Verschaffen Sie sich einen Überblick

Trennen Sie Wichtiges von Unwichtigem. Sortieren Sie: Was kann sofort delegiert – was mit einem Wimpernschlag selbst erledigt werden? Was benötigt mehr Zeit, hängt an Fristen oder ist in den Prozess mit externen Dienstleistern eingebunden? Wenn sich unzählige Dokumente auf dem Schreibtisch stapeln, trennen Sie nach Schema: Per Nummerierung oder farblichen Post-its.

Eine weitere Möglichkeit: Die Organisation der Aufgaben per Mind-Mapping. Die Mind-Map hilft Ihnen nicht nur bei der Ideen-Findung oder als Protokoll für Besprechungen, sondern eignet sich hervorragend als to-do-Liste.

Schreiben Sie genau auf, was wann erledigt werden muss, wie lange Sie dafür ungefähr benötigen und was Sie dafür brauchen. Ihre to-do-Liste ist nicht mehr nur eine Auflistung von Stichpunkten, sondern viel mehr ein Netzwerk: Sie können Ihre Aufgaben und Ziele nach Ihren Prioritäten und Hierarchien ordnen und zueinander in Beziehung setzen. Dies verschafft einen schnellen Überblick. Und birgt auch ein kleines Erfolgs-Geheimnis: Jede fertige Aufgabe wird abgehakt. Und bringt am Ende des Tages auch ein Ergebnis: Wie erfolgreich waren die vergangenen Stunden?

Regel Nr. 1: keine Kritik

Kritik bremst das Gehirn, das gerade damit beginnt, sich „warm zu laufen“, den Prozess des schöpferischen Denkens zu starten. Auch wenn eine Idee nicht neu sein sollte, gilt: sofort aufschreiben! Das Gehirn reagiert auf Reize. Vielleicht ist genau diese alte Idee der Reiz, aus dem ein neuer Gedanke entsteht. Auch die vermeintlich „konstruktiveKritik ist hier fehl am Platze. Denn es gibt keine dummen Ideen. Wer seine Ideen präsentiert wird nicht unterbrochen.

Nur wenn dieser Rahmen geschaffen ist, denken alle kreativ und teilen ihre Ideen auch mit. Eine offene und freundliche Atmosphäre ist also wichtige Voraussetzung. Erst so entstehen oft die besten Ideen. Bringen Sie alles Wissen und alle Ideen ein, die Sie haben. Auch eine zunächst unsinnig erscheinende Idee kann Gold wert sein. Wenn eine Idee von vorne herein zerpflückt wird, fühlt sich der Ideenspender meist angegriffen – dies zerstört die Kreativität und fungiert als Mutkiller.

Merke: Es findet keine negative Reaktion statt, weder eine Beurteilung noch lautes Aufstöhnen oder Ähnliches.

Regel Nr. 2: keine Hierarchie

Auch die zweite Regel versucht, mit dem Arbeitsklima die Gedanken zu befreien: Es gibt keine Hierarchie, alle sind gleich. Keiner darf sich als Vorgesetzter oder Themenspezialist aufspielen.

Genauso wenig hat Kreativität Vorurteile. Wer seine geistigen Fähigkeiten und die der anderen voll ausnutzen will, muss also persönliche Eitelkeiten und Besitzstände ausblenden.

Merke: Alle im Team sind gleichgestellt, alle befinden sich auf einer Ebene.

Praxistipp: Bunte Stifte
Wer mit bunten Stiften arbeitet hat einen extra Bonus. Denn: Bunte Farben steigern die Aufmerksamkeit. Das sagt auch die Gehirnforschung: Wenn wir nachdenken, ist besonders die linke Gehirnhälfte aktiv. Sie ist zuständig für Verständnis und Sprache. Wer nun bunte Stifte einsetzt, aktiviert auch noch die rechte Gehirnhälfte. Sie ist unsere Bildverarbeitung und ein wahrer Kreativ-Turbo. Wenn beide Gehirnhälften aktiv sind, arbeiten Sie wesentlich effizienter – und ideenreicher.

Regel Nr. 3: Quantität vor Qualität

Viele Ideen sind besser als wenige. Hier gilt Quantität vor Qualität. Oft kommt es hier zu einem gedanklichen Fehler, nach dem Motto: „Wir wollen nicht viele Ideen, sondern die Beste“.

Wer sein Gehirn auf die Suche nach der einzig wahren und besten Idee schickt, setzt sich selbst unter enormen Leistungsdruck. Wer aber alle Einfälle aufnimmt, wie sie kommen, hat gute Chancen, unter den vielen Geistesblitzen genau die richtige Idee zu finden. Nur keine Sorge: Bei der Ideensuche nutzt sich das Gehirn nicht ab, sondern funktioniert wie jeder andere Muskel des Körpers – je öfter man es benutzt, desto stärker wird es.

Steigen Sie nicht mit zu hohen Erwartungen in Ihr Meeting. Denn wenn der Druck zu Beginn schon zu hoch ist, kann das zu einer Denkblockade führen.

Merke: Entwickeln Sie möglichst viele Ideen!

Ein Wort zum Schluss

Diese Grundlagen sind wichtige Spielregeln für das Ideenmeeting. Aber auch wenn Sie für sich selbst Ideen entwickeln, sollten Sie diese Regeln beachten. Nur wer Einfälle unkritisch zulässt, kann auf Ideenjagd gehen. Im Team oder auch alleine. Unser Gehirn kann Unglaubliches leisten. Wir müssen es nur lassen.

Wie Sie mit Techniken und Methoden nicht nur Ihren Arbeits-Alltag perfektionieren, sondern auf auf Ideen-Jagd gehen, lernen Sie im Seminar Kreativitätstechniken.