Texten im Internet

Immer wieder taucht in den Texterseminaren die Frage auf, welche besonderen Regeln es denn für das Texten im Internet gäbe? Grundsätzlich geht es auch hier um klare,präzise und schnell verständliche Texte, wenn Sie Kunden oder Interessenten erreichen wollen. Deshalb gelten die Schreibregeln aus Seminar oder Texterfibel auch im Netz. Trotzdem sollten Sie einige Besonderheiten beachten: Hier ist eine kleine Zusammenstellung ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Schaffen Sie ein Informationsnetz

Wer sich einmal durch so genannte E-Papers, die elektronischen Versionen der Tageszeitungen, geblättert hat, vermisst schnell einen Vorzug des Internets: den schnellen Sprung zu Zusatz- oder weiterführenden Informationen per Link. Doch Achtung: Hüten Sie sich vor „Verlinkeritis“: Wählen Sie angebotene Links sorgfältig aus und schaffen Sie Führung in die Tiefe eines Themas oder Angebots.

 

 

Im Text: Setzen Sie Links mit Sinn

Da finden sich nun blau unterlegte Wörter im Lesetext, die sofort ins Auge fallen, immer leiten sie den Leser in die Irre. Kryptische Begriffe, Eigennamen, die unverständlich sind oder ein Übermaß offensichtlich redundanter Verlinkungen irritieren und schnelle Aufnahme Ihres Textes. Natürlich steht jeder Link in seinem besonderen Doch die besten, die weiterführen ...

... zeigen, was da kommt,

Blindtext Blindtext Kurzreport Buchmesse Blindtext

... deuten den Vorteil an,

Blindtext Blindtext Preishits Blindtext

... machen neugierig.

Blindtext Blindtext Blindtext in seinen drei Wegen zu mehr Erfolg Blindtext

 

 

 

Internet-Texte werden „gescannt“

Der Bildschirmleser liest schnell - und er liest quer. Der Klick auf die Website ist interessengeleitet, doch nun will der Besucher schnell finden, was er sucht. Das betrifft nun zum einen die Navigation, zum anderen aber auch die schnelle Auswertbarkeit von Texten. Große und fette Schriften, farblich hinterlegter Text, Aufzählungen, Bullet-Points, eine Headline/Subline Struktur und Auslagerungen erleichtern es dem User, einen Text schnell zu erfassen. Alles was typografisch sofort ins Auge fällt, sollte daher im Netz gut überlegt und zur Führung des Lesers genutzt werden.

 

 

 

Internet-Texte werden langsam und ungern gelesen

Das Lesen von Texten am Bildschirm führt zu Augenschmerzen. Und es dauert etwas 25 % länger, wie seit 1997 durch die Usability-Studien von Jakob Nielsen belegt ist. Noch problematischer wird’s bei langen Scrolltexten. Was nicht sofort sichtbar ist, wird zumindest auf der Homepage bis zu 90 % weniger wahrgenommen (Onlinestudie der Deutschen Post 2001). Und wenn das Thema fesselt, drucken wir gerade bei langen Texten immer noch aus.

 

 

 

Zerteilen Sie Langtexte und schaffen Sie Spannung

Nicht nur der Inhalt, sondern, vor allem die Textstruktur entscheidet über das Lesevergnügen des Users. Besonders wichtig ist es, die Textmenge im Netz (subjektiv) zu verringern. Vermitteln Sie den Eindruck, Texte sind einfach auszuwerten. Zerteilen Sie lange Texte in gut portionierbare Informationseinheiten. Führen und Verführen Sie Ihren Leser durch eine spannende Headline, durch einen gelungenen Einstiegstext. Verteilen Sie den kompletten Text über mehrere Ebenen, lagern Sie aus in Pop-up-Fenster oder Infokästen. Am Klickverhalten sehen Sie, ob Ihr Einstiegstext stark genug ist: Denn zum Einstieg in den Langtext brauchen wir im Prospekt eine Augenbewegung und damit wenige Millisekunden, der Weg von Internetseite zu Internetseite über den Klick auf „Mehr ...“ dauert etwa ca. 2 Sekunden mit Ladezeit und Seitenaufbau.

 

 

 

Nun wünsche ich Ihnen einfach viele neue Ideen beim „Surfen“

und wie immer viel Freude beim Texten