Ihr Kreativtipp: Wie to-do-Listen Stress eliminieren | Textakademie

Ihr Kreativtipp: Wie to-do-Listen Stress eliminieren

Ständig stehen wir unter Strom. Täglich kreisen im Kopf hunderte Gedanken: Ein Wimmelbild unerledigter und anstehender Aufgaben. Privat wie beruflich. Das erzeugt Stress. Und leider lässt sich das Hamsterrad ohne Hilfsmittel nicht einfach so stoppen. Ein Ausweg: to-do-Listen. Sie ordnen, sortieren und bieten unserem Gehirn Ruhephasen. Wieso eine Gedanken-Landkarte via Mind Map dem linearen Aufschrieb überlegen ist, lesen Sie in Ihrem Kreativtipp.

Wieso uns der Blick nach vorne weiterbringt

Von Natur aus beschäftigt sich unser Gehirn eher mit unerledigten als mit erledigten Aufgaben. Das ständige „Weiter“ treibt an, fordert und fördert die Weiterentwicklung. Stillstand bedeutet Stopp. Und Scheitern.

Natürlich ist Neugier aufs Neue, Taten-, Entwicklungs- und Forscherdrang gut für das Vorankommen unserer Spezies. Und unerlässlich sowieso: Weil ständig nach Verbesserung gesucht wird. Ohne die Optimierung  des Bestehenden wäre unser Leben noch ziemlich mühsam. Lasten würden noch mühsam von Hand oder auf dem Rücken geschleppt oder Feuer entstünde wie vor Jahrtausenden noch mit Steinen. Kurz: Die Frage, wie es einfacher und besser geht, hat uns ziemlich vorangebracht. Und uns aus Höhlen in eine moderne Zivilisation katapultiert.

Die Frage nach dem "Wie geht es besser" treibt voran 

Die überlebenswichtige Gabe nach Vereinfachung zu suchen, tragen wir bis heute in uns. Mit dem Unterschied, dass kein Rad oder Feuermittel erfunden werden müssen, sondern Prozesse optimiert werden sollen. Und hier fällt allerhand an: Von Kleinigkeiten bis zum großen Wurf, der eine ganze Prozess-Kette umstellt. Es sind allerlei Eindrücke, die auf uns einströmen und bei zu viel Input Chaos in unserem Gehirn auslösen. Uns brummt der Schädel vor lauter Aufgaben, weil wir gar nicht mehr wissen, wo vorne und hinten ist. So entsteht Stress. Und das artet schnell in Panik aus.

Wie reagieren wir auf Stress?

Zwei Muster sind bei der Stress-Bewältigung zu beobachten: Alles irgendwie abzuarbeiten. Mit der Folge, dass sich das Hamsterrad immer schneller dreht und uns irgendwann aus der Bahn wirft. Oder die Vogel-Strauß-Methode: sich innerlich verabschieden, das Drumherum ignorieren, weil der Kopf im Boden steckt. Und darauf zu hoffen, dass es sich irgendwie irgendwann von selbst beruhigt. Zugegeben: keine der beiden Methoden hat auf Dauer Erfolg. 

To-do-Listen helfen

Aber eine dritte! Sie ist simpel, erfordert wenig Aufwand, hilft aber enorm! To-do-Listen bringen Ordnung in das tägliche Chaos. Denn das Aufschreiben bringt Ruhe und entspannt unser Gehirn. Das haben Forscher der Baylor University nun nachgewiesen. Wer seine Aufgaben aufschreibt, dämpft das tägliche Blitzlichtgewitter ein. Durch einen einfachen Trick: Wenn wir etwas zu Papier bringen, haken wir bereits innerlich ab. Je konkreter die Aufgabe beschrieben ist, desto eher entspannt sich unser Gehirn.

Nun ist jedoch der „Gedanken-Urlaub“ nur ein Teil des Geheimnisses. Abarbeiten müssen wir die Listen immer noch.

Noch besser als Listen: Mind-Mapping!

Und hier kommt eine Mind Map ins Spiel: Sie ist dem Listenschreiben überlegen, weil ein Mind Map auch Verknüpfungen und Assoziationen aufnimmt. Eine Liste hingegen wirkt mit ihrer linearen Struktur schnell unübersichtlich und stößt an ihre Grenzen. Die gewollte Entspannung und Ruhepause stellt sich damit nicht so ein, wie bei einer Mind Map. Weiterer Vorteil: das Mind Mapping denken und arbeiten Sie dynamisch und in mehreren Ebenen. Sie fragen zu jedem Schlagwort, das Sie notieren, was Ihnen dazu noch einfällt. Eine Mind-Map lässt sich an beliebigen Stellen erweitern. So werden wirklich alle entscheidungsrelevanten Aspekte aufgenommen. Mit einer Mind Map entschlacken Sie sich selbst und bringen alle Informationen sortiert zu Papier, die sonst im Kopf zum Gedanken-Infarkt führen.

So geht Mind-Mapping

Mit einem Mind-Map behalten Sie auch in stressigen Situationen den Überblick. Es strukturiert alle Ihre Aufgaben und visualisiert auf einem Blatt alle Themengebiete, die Sie abarbeiten möchten. Dazu brauchen Sie nur ein Blatt Papier, bunte Stifte und 5 Minuten Zeit. Jetzt schreiben Sie den Projektnamen oder einfach nur "To-do-Liste" in die Mitte des Blattes. Dann schreiben Sie einfach alles auf, was Ihnen zum Thema einfällt – wirklich alles. Dabei überlegen Sie immer: Gibt es ein Oberthema, dem ich diesen Gedanken zuordnen kann? In kürzester Zeit entsteht so eine erste Struktur.

Durch das Systematisieren und Strukturieren der Aufgaben, wird Ihr Blick klarer und die Aufgaben gebündelt. Die Stressauslöser liegen dann in kleinen Häppchen vor Ihnen – und nicht als ein buntes Durcheinander in Ihrem Kopf. Jetzt gehen Sie die Themen Schritt für Schritt an.

Der Profi-Tipp Mind-Mapping

Benutzen Sie viele Farben, Bilder und Symbole. So aktivieren Sie das gesamte Potenzial Ihres Gehirns und schöpfen Ihre Leistungsfähigkeit voll aus. Markieren Sie die wichtigsten Punkte mit einem Textmarker und notieren Sie Zahlen, je nach Dringlichkeit der Aufgabenfelder, dahinter. So fügen Sie Prioritätsstufen in Ihre Mind-Map ein, die Ihnen auf den ersten Blick zeigen, welche Dinge Sie zuerst angehen müssen.

Ein Wort zum Schluss

Eine Mind-Map entsteht schon in fünf Minuten. Um wirklich vom Arbeits-Alltag abzuschalten, entwerfen Sie es bevor Sie den Schreibtisch verlassen. So kommen Sie zur Ruhe und nehmen den Stress nicht mit nach Hause. So haben Sie am nächsten Tag eine klare Anweisung, was ansteht und wie dringlich zu erledigen ist. Das Schöne daran: Sie gehen nicht nur entspannter in den Feierabend, sondern starten auch besser in den Arbeitstag. Denn Ihr Gehirn dreht nicht schon auf dem Weg Pirouetten und fragt ständig: was ist heute alles zu erledigen? Weil der Plan durch den Tag vorbereitet auf Ihrem Schreibtisch liegt.

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