Ihre Seminare für verständliche Botschaften
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Pro Tag prasseln mehrere tausend Werbebotschaften auf uns ein. Über viele Kanäle gleichzeitig. Gar nicht so einfach, in dieser Flut gelesen zu werden. Hier sind sechs Schritte für Ihren Text, um das Wesentliche kurz, knapp und präzise zu übermitteln.

Botschaften müssen auf Anhieb vermitteln, worum es geht. Der Leser muss schnell verstehen! Denn: Niemand stöbert gerne lange nach Textaussagen, niemand löst gerne ungewollte und nicht angeforderte Texträtsel auf. Und das hat Konsequenzen für den Textaufbau:

Das <b>Wichtigste</b> wird immer zuerst gesagt! 
Kleine Texthäppchen „schmecken“ uns besser als lange Textpassagen. <b>Struktur</b> pur kommt mit den <b>Absätzen</b>. 
<b>Hervorhebungen</b> übermitteln das Wesentliche.
<b>Bilder</b> und Symbole sind schneller als Text. Also setzen wir sie bewusst ein und schaffen damit <b>Ankerpunkte</b> fürs Auge.
<b>Schnell-Einstiege</b>: Wir reichen dem Leser an vielen Stellen die Hand und ziehen ihn sanft und behutsam in den Text hinein: Durch <b>visuelle Reize</b>, bekannte Aussagen, zielgruppenorientierte Ansprache, prägnante Botschaften oder Ausrufe, die Neugier und <b>Interesse hervorrufen</b>.

1. Schritt: Die Headline

Sie soll in den Text ziehen und dafür sorgen, dass sich der Empfänger mit Ihrem Text beschäftigt. Schon sie bringt das Wesentliche auf den Punkt. Einige Tipps und Tricks helfen, damit es mit Tempo in den Text geht:

<b>Klar und konkret</b> statt abstrakt: Auf den Punkt formulieren, anstatt dem Leser komplizierte Aussagen aufzutischen. Wer nicht versteht, wird nicht lesen!
Reichern Sie mit Lesers <b>Lieblingswörtern</b> an. Schreiben Sie, was er gerne liest: „Gratis“, „Kostenlos“, „Geschenk“.
<b>Schlagwörter</b> und richtige <b>gute Vorteile</b>: Damit holen Sie sich Aufmerksamkeit!
Immer noch möglich: Den Leser <i>sanft</i> in den Text hineinzuschieben à la „Nur noch heute …“. Vorsicht: Nutzt sich bei häufiger Anwendung schnell ab.
<b>Per Satzzeichen</b>: Drei Punkte am Schluss zeigen, dass hier noch etwas kommt! Der Leser weiß, dass die vollständige Information im Text auf ihn wartet.
Leiten Sie die Headline mit „Wie“, „Wieso“ oder „Warum“ ein: Das fährt die Aufmerksamkeit schlagartig nach oben und zieht in den Text hinein.
Der Klassiker aus dem Dialog-Marketing: Die direkte <b>Ansprache per <i>Sie, Ihr, Ihnen</i></b>. Wird noch mehr zum Hingucker, wenn diese Zeile zusätzlich mit dem Namen personalisiert wird: „<i>Das sollten Sie sich mal ansehen, Herr Müller</i>“. 

2. Schritt: Der Texteinstieg

Texteinstiege leiten ein, bereiten auf das Folgende vor oder führen auf den eigentlichen Kern der Botschaft hin. Und sie beantworten die Leitfrage aus Lesersicht: Wieso soll ich lesen?
 
Übrigens muss das je nach Medium nicht immer ein ganzer Satz sein. Es reichen auch Verknappungen oder gar Schlagworte, wie wir Sie aus dem Headline-Texten kennen: „Unglaublich: Ab Montag gibt’s alles für die Hälfte. Vorbeikommen lohnt sich.“ 
 
Leiten Sie ein, langweilen Sie aber nicht. Niemand liest Textschnörkel gerne, die es gar nicht braucht. Für die Einleitung in der Geschäftskorrespondenz reichen schon 1-2 kurze Sätze, ehe Sie aufs Thema kommen. Grundsätzlich gilt: Kurz, wenn Kürze ausreicht. Falsch, wenn die Einleitung länger ist als die eigentliche Botschaft.

3. Schritt: Leitfragen geben Orientierung für den Leser

Eine Frage kommt immer: Was habe ich davon? Sogenannte Leit- oder Leserfragen werden beinahe jedem Text gestellt. Wer sie als Texter kennt oder vorausahnt, arbeitet sich an ihnen entlang und knüpft damit im Nu ein Textkonzept.
 
Die typischen Leitfragen sollten Sie im Text beantworten! Nicht alle müssen sorgfältig ausformuliert sein.

4. Schritt: Leser-Einwände aufspüren und entkräften

Spüren Sie mögliche Einwände Ihrer Leser auf. Überlegen Sie: Was spricht aus Zielgruppensicht gegen den Kauf oder eine schnelle Reaktion? Was bekommen Sie immer wieder zu hören? Suchen Sie nach dem „aber …“ im Text und entkräften Sie es. Holen Sie den Leser bei seinen Einwänden ab und führen Sie ihn von dort in die Produktvorteile.

5. Schritt: Reaktion einfordern

Nur wenn Sie sagen, was der Leser tun soll, wird er Ihnen auf diesem Weg folgen. Ist der Reaktionsweg nicht klar genug vorgegeben oder nicht vorhanden, wird niemand reagieren. Fordern Sie auf und sagen Sie ihm, wie er an Produkt oder Dienstleistung kommt. Das geht ganz einfach: „Formular ausfüllen und per Fax zurückschicken“, „anrufen unter ...“ oder auf das Internet verweisen. Fertig! Schade, wenn Text und Leser ohne Reaktion auseinandergehen.

Zum Schluss: PS – die allerletzte Zeile ...

Das PS betont Textaussagen, wiederholt die zentrale Botschaft oder untermalt Besonderes. Hier erwarten wir leicht verständliche Textbotschaften – eine schnelle und einfache Zusammenfassung. Hier lesen wir in ein, zwei Zeilen wichtige Details, die auf den Punkt treffen. Auch hier gilt: kurz, knapp, präzise! Und dann ist das PS plötzlich auch möglicher Texteinstieg für den ungeduldigen Leser

Hier vermuten wir eine schnelle und leicht verdauliche Information und nehmen diese gerne auf, ehe wir uns dem Text oder Brief Absatz für Absatz widmen.

Mehr darüber erfahren Sie auch im Texterseminar. Zum Beispiel das nächste Mal am 16. + 17.03.2016 in Düsseldorf.